Woran du eine gute Fahrschule erkennst
Die Wahl der Fahrschule entscheidet darüber, wie entspannt dein Weg zum Führerschein wird. Vier Dinge lohnen sich zu prüfen: Welche Klassen bildet die Fahrschule aus? Wie liegen die Preise für Grundbetrag, Fahrstunde und Prüfung? Wie erreichbar ist sie von Schule, Uni oder Arbeit? Und wie sprechen ehemalige Fahrschüler über sie?
Die Fahrschule Nett bildet seit über 60 Jahren in Bonn-Oberkassel aus, heute als Familienbetrieb von Fahrlehrer Jörg Wiese. Zehn Klassen vom Roller bis zum großen Motorrad, 97% bestandene Prüfungen und 4,8 Sterne bei 119 Google-Rezensionen – die Zahlen findest du auf unserer Startseite, die Geschichte dahinter auf der Seite über die Fahrschule.
Welche Führerscheinklasse passt zu dir?
Die meisten starten mit der Klasse B fürs Auto – ab 18, mit begleitetem Fahren schon ab 17. Wer lieber auf Automatik lernt und trotzdem Schaltwagen fahren will, wählt B197. Für Wohnwagen und schwere Anhänger kommen BE oder der Tageskurs B96 dazu.
Auf zwei Rädern geht es mit 15 auf dem Roller los (Klasse AM), mit 16 auf der 125er (A1), mit 18 auf Motorrädern bis 35 kW (A2) und mit 24 – oder nach zwei Jahren A2 schon mit 20 – ohne Leistungsgrenze (A). Wer den Autoführerschein seit fünf Jahren hat und 25 ist, fährt mit B196 nach einer Schulung ohne Prüfung Leichtkrafträder.
- Auto und Anhänger: B, B197, BE, B96
- Roller und Motorrad: AM, A1, A2, A, A80, B196
- Ohne Prüfung: B96 (Tageskurs) und B196 (Schulung)
Kosten: womit du rechnen musst
Der Preis setzt sich aus festen Bausteinen zusammen. Für die Klasse B sind das bei uns 399,00 € Grundbetrag, 69,00 € je Fahrstunde oder Sonderfahrt (45 Minuten), 40,00 € für die theoretische und 189,00 € für die praktische Prüfung. Vorgeschrieben sind 12 Sonderfahrten; wie viele Übungsstunden du zusätzlich brauchst, hängt von dir ab – und genau das macht den Unterschied beim Gesamtpreis.
Dazu kommen Posten außerhalb der Fahrschule: die Gebühr der Führerscheinstelle für den Antrag, die Prüfgebühren des TÜV, Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und Passfoto. Plane sie von Anfang an mit ein.
So läuft die Ausbildung
Mit der Anmeldung bekommst du den Ausbildungsvertrag und den Führerscheinantrag für die Führerscheinstelle der Stadt Bonn am Berliner Platz 2. Dafür brauchst du Ausweis, biometrisches Passfoto, Sehtest und den Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Unterrichtseinheiten – den kannst du direkt bei uns machen.
Dann folgen Theorie (für die Klasse B 12 Doppelstunden Grundstoff und 2 Doppelstunden Zusatzstoff), Fahrstunden mit den 12 Sonderfahrten auf Landstraße, Autobahn und bei Dunkelheit, und zum Schluss die beiden Prüfungen beim TÜV. Nach der Theorieprüfung hast du 12 Monate Zeit für die Praxis. Wie lange das alles dauert, erklären wir in einem eigenen Beitrag.
Und was ist das Aufbauseminar?
Dein erster Führerschein kommt mit zwei Jahren Probezeit. Wer in dieser Zeit einen schwerwiegenden Verstoß (A-Verstoß, etwa eine rote Ampel) oder zwei weniger schwere Verstöße (B-Verstöße) begeht, bekommt von der Fahrerlaubnisbehörde ein Aufbauseminar für Fahranfänger angeordnet – und die Probezeit verlängert sich auf vier Jahre.
Vier Sitzungen à 135 Minuten plus Fahrprobe – und wer die Frist aus dem Bescheid verstreichen lässt, verliert den Führerschein. Bei uns in Bonn kostet es einmalig 299 €, und du bist in 14 Tagen durch.

